Warum wir immer noch am Öl festhalten und was es tatsächlich ersetzt

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Es ist überraschend schwer, Öl als Treibstoff für Autos abzulehnen. Die Gewohnheit sitzt tief. Jahrzehntelang war es billig. Es war überall. Jetzt zeigen sich die Risse. Wir suchen nach Alternativen, nicht weil wir Veränderungen lieben, sondern weil der alte Weg unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht.

Die Uhr tickt bei fossilen Brennstoffen

Die Tage des einfachen und reichlich vorhandenen Erdöls sind gezählt. Nicht metaphorisch. Buchstäblich.

Die Reserven sind endlich. Wir nähern uns dem Peak Oil – einem Punkt, an dem die Förderung schwieriger, teurer und geologisch schwieriger wird. Einige Experten sagen, wir hätten es bereits bestanden. Bei den derzeitigen Verbrauchsraten reichen die geschätzten Reserven nur noch für 40 bis 70 Jahre. Das hört sich nach einer langen Zeit an, bis man erkennt, dass der Preisanstieg eintreten wird, lange bevor die Tanks leer sind.

Dann ist da noch die Hitze. Der Planet kocht. Wir müssen den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen senken. Das bedeutet, den Treibstoff drastisch zu reduzieren. Der Drang nach kohlenstoffarmen Quellen ist nicht nur Umweltidealismus. Es ist eine Überlebensstrategie.

Die lange Liste der Alternativen

Wir versuchen seit fast einem Jahrhundert, Benzin auszutauschen. Die ersten Versuche gab es während Ölkrisen. Kriege. Blockaden. Schocks. Ingenieure suchten nach allem, was nicht Rohöl war.

Heute ist die Speisekarte breiter. Es umfasst erneuerbare Energien und völlig neue Energieträger. Hier ist, was tatsächlich auf dem Tisch liegt.

Flüssiggas (LPG)

LPG ist das alte Zuverlässige. Es werden Propan und Butan verwendet. Es verbrennt sauberer als Benzin. Es gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert. Mit geringfügigen Modifikationen können Autos darauf fahren. Es ist praktisch. In einigen Regionen ist es günstig. Aber es ist immer noch ein fossiler Brennstoff. Es stammt lediglich aus der Erdgasaufbereitung.

Synthetische Kraftstoffe: CTL, GTL und BTL

Hier wird es chemisch. Die Fischer-Tropsch-Technologie wandelt Kohlenstoffquellen in flüssige Kohlenwasserstoffe um.

  • CTL: Kohle-zu-Flüssigkeit. Verwandelt Kohle in Treibstoff. Schmutziger Prozess, saubere Verbrennung.
  • GTL: Gas-to-Liquid. Verwendet Erdgas. Sauberer als Kohle, aber immer noch auf Methan angewiesen.
  • BTL: Biomasse-zu-Flüssigkeit. Verwendet organisches Material. Der heilige Gral der synthetischen Kraftstoffe? Vielleicht. Die Technologie ist komplex und teuer.

Diese Kraftstoffe sehen aus wie Benzin. Sie wirken wie Benzin. Aber sie stammen aus Kohle, Gas oder Pflanzen. Keine Ölquellen.

Erdgas und Biogas

Komprimiertes Erdgas (CNG) ist hinsichtlich der Emissionen ein Fortschritt gegenüber Benzin. Es ist reichlich vorhanden. Es ist billiger. Aber die Infrastruktur ist ein Albtraum. Tanken kann man nur dort, wo es Zapfsäulen gibt. In den meisten Städten gibt es nicht genug davon.

Biogas geht noch einen Schritt weiter. Es stammt aus verrottendem Abfall. Deponien. Bauernhöfe. Es recycelt Kohlenstoff, anstatt neuen Kohlenstoff auszugraben. Es ist nachhaltig. Es ist chaotisch. Die Ausweitung erfordert eine enorme Logistik.

Biokraftstoffe: Alkohole und Öle

Bioethanol wird aus Mais gewonnen. Oder Zuckerrohr. Oder Zellulosebiomasse. Es ist Alkohol. Es mischt sich mit Benzin oder läuft pur. Brasilien tut es seit Jahrzehnten. Die USA tun es auch. Die Debatte geht weiter. Tut