China hat das erste Bild eines Asteroiden aufgenommen, den es ausrauben will.
Das Ziel? Kamo’oalewa. Auch bekannt als 2016 HO3.
Es ist ein „Quasi-Mond“, ein seltsamer Name für einen Felsen, der hauptsächlich die Sonne umkreist, aber aufgrund der Gravitationskräfte fest um die Erde hängt.
Die Sonde Tianwen-2 machte die Reise. Der Start erfolgte im Jahr 2025 mit einer Rakete vom Typ „Langer Marsch 3B“ vom Weltraumbahnhof Xichang. Weit. Ungefähr 620 Millionen Meilen. Über 1 Milliarde Kilometer.
Es landete schließlich etwa 12 Meilen vom Felsen entfernt in Position. Das ist nah genug für die Kameras, aber sicher genug für die Hardware.
Was sehen wir uns an?
Laut Xinhua wurde das Foto am 2. Juli veröffentlicht.
Der Stein selbst ist winzig. Vielleicht 50 bis 65 Fuß breit. Asymmetrisch. Hässlich? Sicher. Schön? Wahrscheinlich.
Kamo’oalewa ist ein kleiner, unregelmäßiger Körper, der in der Anziehungskraft der Erde gefangen ist und die Sonne in einem Tanz umkreist, der sie in der Nähe ihrer Heimat hält.
Seine Ursprünge sind ein Rätsel.
Oder sie waren es. Eine Studie in Nature Astronomy aus dem Jahr 2024 legt eine gewalttätige Hintergrundgeschichte nahe. Möglicherweise traf vor 1 bis 1.000 Millionen Jahren ein gewaltiger Einschlag unseren Mond. Vielleicht hat es ein Stück vom Giordano-Bruno-Krater herausgeschleudert. Dieser Brocken schwebte dann davon und wanderte durch die Leere, bis er sich hier wiederfand.
Wenn Tianwen-2 einen Teil dieses Schmutzes zur Erde zurückschleppt, könnten Wissenschaftler es endlich erfahren.
Warum ist das wichtig?
Quasi-Satelliten sind weit verbreitet. Wir haben derzeit mindestens sieben bekannte. Ihre Umlaufbahnen sind weniger stabil als die eines echten Mondes. Gelegentlich werden sie von der Schwerkraft der Erde erfasst. Dann schleudert es sie wieder hinaus.
Es ist eine chaotische Nachbarschaft.
China ist neu im Spiel.
Japan hat es zuerst mit Hayabusa geschafft. Es brachte Material von Itokawa im Jahr 2010 zurück. OSIRIS-REx aus den USA beschlagnahmte im Jahr 2023 Proben von Bennu**. Bei dieser Mission wurden Aminosäuren gefunden. Bausteine fürs Leben. Wer hätte gedacht, dass Weltraumgesteine so biologisch aktiv sind?
Tianwen-1 flog 2020 mit einem Rover und Orbiter zum Mars. Das hat funktioniert. Jetzt will China dasselbe Glück mit Asteroiden.
Die Sonde wird fast ein Jahr lang Kamo’oalewa mit 11 wissenschaftlichen Instrumenten scannen. Dann wird es versuchen, ein Stück zu ergattern.
Es könnte funktionieren.
Möglicherweise nicht.
