Wie Coca-Cola den modernen Weihnachtsmann erschuf

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Wir halten den großen Mann in Rot für selbstverständlich. Es ist überall. Von Fotos im Einkaufszentrum bis hin zu den Gängen von Lebensmittelgeschäften ist er die unverwechselbare Ikone der Feiertage. Aber dieser spezielle Blick? Der rundliche, rosige, rot gekleidete lustige Elf? Es war nicht immer der Standard.

Das moderne Weihnachtsmannbild tauchte nicht einfach aus dem Nichts auf. Es wurde konstruiert.

Vor den 1930er Jahren war der Weihnachtsmann ein Flickenteppich verschiedener Traditionen. Er sah aus wie ein Bischof. Er sah aus wie ein Elf. Manchmal war er hager. Manchmal trug er Grün. Die Idee einer einzigen, einheitlichen visuellen Identität war noch in Arbeit.

Das änderte sich, als die Coca-Cola Company den Illustrator Haddon Sundblum engagierte.

Dies war nicht das erste Mal, dass eine Limonadenmarke versuchte, den Weihnachtsmann zu nutzen. Aber sie taten es mit einer Konsequenz und einem Ausmaß, das noch niemand zuvor versucht hatte. Sundblums Aufgabe war es, einen Weihnachtsmann zu erschaffen, der sich warm, zugänglich und menschlich anfühlt. Kein mythischer Geist aus der Folklore, sondern eine echte Person, mit der man gerne etwas trinken möchte.

Das Ergebnis war ein Meisterwerk der Werbung.

Sundblums Weihnachtsmann hatte einen Bauch, der bebte, wenn er lachte. Er hatte ein Funkeln in den Augen. Er trug einen Anzug im exakten Farbton von Coca-Cola-Rot. Der weiße Pelzbesatz an seinem Mantel und seiner Mütze passte zu den Farben des Firmenlogos. Es war ein subtiles Branding, aber es hat funktioniert.

Kritiker könnten es als Unternehmensmanipulation bezeichnen. Aber schauen Sie sich die Kunst an.

Sundblum orientierte sich an echten Vorbildern. Als Grundlage für das Gesicht nutzte er seinen eigenen Enkel. Er malte nach dem Leben. Die Wärme, die Sie in diesen Bildern sehen, ist keine Fälschung. Es handelt sich um echtes Illustrationsgeschick, gepaart mit einem spezifischen kommerziellen Ziel.

Natürlich gab es frühere Wurzeln. Der weiße Bart und der rote Anzug lassen sich auf Illustrationen von Thomas Nast aus dem 19. Jahrhundert zurückführen. Nasts Harper’s Weekly -Zeichnungen trugen dazu bei, die Idee des Weihnachtsmanns, der am Nordpol lebt, zu festigen. Er fügte die Liste der ungezogenen und netten Kinder hinzu. Aber Nasts Weihnachtsmann war schlanker. Eher wie ein Gnom. Er hatte nicht die gleiche Anziehungskraft.

Sundblum nahm die bestehende Folklore auf und verwandelte sie in einen Markenwert.

Zwischen 1931 und 1964 malte Sundblum etwa 70 verschiedene Anzeigen für Coca-Cola. Jedes zeigte den Weihnachtsmann in einer anderen Umgebung. Eine Cola mit Kindern teilen. Besuch eines Bauernhauses. Durch den Schnee laufen. Die Konsistenz war entscheidend. Die Leute sahen ihn immer wieder in der gleichen Form.

Hat Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden? Nein.

Aber sie haben das Bild, das wir heute kennen, perfektioniert. Sie nahmen eine verstreute Sammlung von Mythen und gaben ihr ein Gesicht. Ein bestimmtes Gesicht.

Denken Sie an das letzte Mal, als Sie den Weihnachtsmann in einem Geschäft gesehen haben. Sah er aus wie Nasts Gnom? Wahrscheinlich nicht. Er sah aus wie Sundblums Weihnachtsmann. Der rote Anzug. Die schwarzen Stiefel. Das weiße Fell.

Es ist leicht, dies als eine weitere Marketing-Trivia abzutun. Aber das ist es nicht. Es ist ein Beweis dafür, wie kraftvoll visuelle Wiederholungen sein können. Ein Illustrator. Dreiunddreißig Jahre. Milliarden Eindrücke.

Das Ergebnis blieb hängen.

Wir halten das Image lebendig, nicht durch Werbung, sondern weil es passt. Es fühlt sich richtig an. Das Rot kontrastiert mit