Marsmikroben, rein weibliche Vorfahren und spaltendes Wasser

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Perseverance hat gerade seinen größten Fund gemacht. Immer.

Auf der Marsoberfläche. Genauer gesagt im ausgetrockneten Bett des einst tiefen Sees am Jezero-Krater. Der Rover der NASA hat dort die höchste Konzentration an organischen Molekülen erfasst, die jemals jemand gesehen hat. Letztes Jahr fanden sie einen Stein mit Mustern, die verdächtig nach mikrobiellen Spuren aussahen. Mittlerweile sind die komplexen kohlenstoffbasierten Daten in den Tonsteinen weit verbreitet. Es deutet darauf hin, dass versteinerte Mikroben früher ihr Leben ausgelebt haben könnten. Ein verlockender Schritt. Oder vielleicht spielt einfach nur die Chemie einen Streich. Noch lässt sich das schwer sagen.

Schauen Sie stattdessen nach oben. Das James-Webb-Weltraumteleskop fing frühe Galaxien ein, die schnell lebten und jung starben. Es ist möglicherweise eine düstere Vorschau auf unsere eigene Milchstraße. Unterdessen erwischte Webb auch die Geburt eines 1.280 Lichtjahre entfernten Sterns im Orion. Euklid hat das bisher beste Foto unserer Heimatgalaxie gemacht. Arbeitsreiche Woche.

Der seltsame Cousin

Homo naledi. Kennst du diesen Hominin? Kleines Gehirn, große Geheimnisse.

2013 in einer südafrikanischen Höhle gefunden. Sie gingen aufrecht, lebten vor etwa 300.000 Jahren und benutzten wahrscheinlich Feuer. Vielleicht haben sie sogar ihre Toten begraben. Wir dachten, wir hätten sie herausgefunden.

Nein.

Archäologen untersuchten den Zahnschmelz von fast zwei Dutzend Skeletten aus derselben Höhle. Die DNA-Analyse kam zurück. Jedes einzelne Skelett. Weiblich. Kein einziger Mann in Sicht.

„Seltsames Ergebnis eines ohnehin schon seltsamen Hominim“, sagt Elizabeth Sawchuk. Sie war nicht an der Studie beteiligt, kennt aber die Geschichte. Es fügt dem Geheimnis nur eine weitere Ebene hinzu. Wer waren diese Leute? Warum nur Frauen? Die Höhle gibt es nicht so leicht auf.

Weitere Neuigkeiten: Der frühe Homo sapiens hielt sich möglicherweise im Regenwald auf. Das verändert alles daran, woher wir zu kommen glaubten. Und die letzten Neandertaler? Sie führten nicht durch Inzucht zum Aussterben. Sie waren eigentlich recht vielfältig.

Alte Straßen und moderne Physik

Wie kamen die Römer klar?

Nicht lasergerade. Nicht GPS-gerade. Einfach gerade. Über Imperien hinweg. Für Tausende von Kilometern. Vor Vermessern, vor Lasern. Es bleibt eines dieser kleinen Geheimnisse, die Ihnen im Kopf herumschwirren, während Sie einen Bürgersteig entlanggehen. Sie haben es einfach getan. Ingenieurskunst gepaart mit genialer Geometrie.

Näher zu Hause: Wasser ist seltsam.

Wir trinken es. Es fällt vom Himmel. Eis schwimmt, was für eine Flüssigkeit schon ungewöhnlich ist. Jetzt gehen Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei Wasser tatsächlich um zwei verschiedene Flüssigkeiten handelt. Dichtes Zeug und weniger dichtes Zeug. Ständiger Ortswechsel. Wie eine molekulare Party, zu der dich niemand eingeladen hat.

KI hat geholfen, es zu beweisen. Also, machen Sie weiter. Nippen Sie an Ihrem H2O in dem Wissen, dass es sich um einen heimlichen Doppelwirkstoff in einer Tasse handelt.

Wasser ist nicht nur eine Flüssigkeit. Es ist ein sich veränderndes Schlachtfeld der Dichte.

Das große Ganze

China ist durstig. Städte im Norden haben 1/74 des Wassers pro Person, das Amerikaner haben. Dennoch fließen im Süden einige der größten Flüsse Asiens. Im Westen warten Gletscher.

Die Lösung? Ingenieurwesen an einem Götterkomplex.

Das weltweit größte Wasserumleitungsprojekt leitet Wasser vom Jangtse nach Norden. Kanäle, Rohre, Pumpen. Tausende Kilometer Infrastruktur bewegen den Himmel in einen Eimer. Das war nicht genug. Sie bauen jetzt eine dritte Route. Westroute. Gefährlicher. Ehrgeiziger.

Außerdem bauen sie in Tibet den größten Staudamm der Welt. Eine Erdbebenzone. Und an einem permanenten „Himmelsfluss“ arbeiten. Denn warum aufhören, wenn die Physik funktioniert?

El Niño ist zurück

Beobachten Sie den Ozean.

Eine gewaltige Kelvinwelle fegt über den Pazifik. Warmes Wasser. Hunderte Meilen lang. Es signalisiert ein starkes El Niño. In der Nähe des Äquators änderten die Winde ihre Richtung und trieben die Hitze nach Osten in Richtung Südamerika.

Der Sentinel-6-Satellit der NASA hat alles gesehen. Radarscans zeigen Veränderungen des Meeresspiegels, die durch die Ausdehnung von heißem Wasser verursacht werden. Die Hitze staut sich. Die Kälte kann sie nicht ersetzen. Störung kommt.

Außerdem diese Woche:
– Bemotrizinol-Sonnenschutzmittel erhält US-Zulassung. Schon seit Ewigkeiten andernorts beliebt.
– Billiger KI-Wurm, der sich ohne Menschen ausbreitet. Das lässt sich nicht beheben.
– Dürre könnte den Lithiumabbau in den USA stoppen. Die Abhängigkeit von ausländischen Importen nimmt zu.

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