Zwölf von vierzehn Websites sagen nein.
Die Zeichen sind da, kühn und unversöhnlich. „Nicht schwimmen.“ Es steht an fast jedem offiziellen Binnenflussbadeplatz in ganz England. Warum? Das Wasser könnte dich tatsächlich töten. Oder Sie bekommen zumindest Bauchschmerzen, die schlimmer sind als Ihr schlimmster Kater.
Die Regierung hat gerade sechs neue Standorte zur Liste der überwachten Standorte hinzugefügt. Dies ist ihr erster Sommer. Einer ist in London. Auf der Themse. Das hast du richtig gehört.
Letzte Woche hat die BBC alle 14 bestehenden Standorte überprüft. Im Vorjahr von der Umweltbehörde getestet. Die Ergebnisse waren brutal.
Nur zwei Plätze schafften es. Der Fluss Stour in Suffolk. Die Themse in Oxfordshire.
Die anderen zwölf? Mit „mangelhaft“ bewertet. Die Bakterienkonzentration im Zusammenhang mit menschlichen und tierischen Abfällen war himmelhoch. Bleiben Sie draußen, sagten die Behörden. Und die meisten Leute taten es. Zumindest hätten sie es tun sollen.
Mittlerweile gibt es bundesweit mehr als 460 geprüfte Stellen. Die meisten liegen an der Küste. Gezeitenmündungen zählen. Süßwasserseen rücken immer mehr auf die Liste. Aber Flüsse? Sie bleiben eine Gefahrenzone.
Um eine offizielle Badestelle zu werden, ist ein Fluss nicht nur schön. Es braucht Menschenmassen. Es braucht Toiletten in der Nähe. Es braucht Körper im Wasser.
Küstenwasser reinigt sich normalerweise von selbst. Flüsse tun das nicht.
Abwasserlecks. Landwirtschaftliche Abwässer fließen flussabwärts. Es häuft sich. Es wartet auf dich.
Die seltsame Logik der Bezeichnung
Aktivisten bezeichnen das System als kaputt.
Die Ausweisung eines Flusses als „Badestelle“ erfordert regelmäßige Tests. Diese Tests zwingen Wasserunternehmen zum Handeln. Es ist einer der wenigen Hebel, die noch übrig sind.
Scheint das nicht auf dem Kopf zu stehen?
Wir machen verschmutzte Bäche zu Touristenzielen, um sie sicherer zu machen.
„Es ist verrückt“, sagte ein Aktivist. „Die einzige Möglichkeit, einen Fluss zu reinigen, besteht darin, ihn zu einem Badeplatz zu machen.“
Wasserministerin Emma Hardy gefällt die Erzählung. Sie bezeichnete die neuen Standorte als „Ankurbelung des lokalen Tourismus“. Mehr Selbstvertrauen für Schwimmer, versprach sie.
Die Wasserwerke haben es nicht gekauft.
Water UK sagte der BBC, die Regierung verwirre die Öffentlichkeit. Markieren Sie einen sicheren Ort zum Schwimmen, bevor Sie die Rohre reparieren. Dann fragen Sie sich, warum Menschen krank werden. Es ist eine schlechte Strategie. Und gefährlich.
Schwimmen im Wharfe
Schauen Sie sich den River Wharfe in Ilkoly, Yorkshire an.
Es war der erste Fluss, der als Badestelle ausgewiesen war. Im Jahr 2020. Es bleibt der Testfall.
Wenn es regnet? Katastrophen.
Karen Shackleton von der Ilkley Group hat sich die Daten angesehen. Zehntausende E. coli-Zellen pro 100 Milliliter.
Die Sicherheitsschwelle liegt bei 900.
„Schwimmen im Kot anderer Leute“, sagte Mitstreiter Di Leary.
Dann sprang sie hinein.
Ilkley hat seit Beginn der Auszeichnung jedes Jahr die Note „schlecht“ erhalten. Dennoch bleiben sie hoffnungsvoll. Yorkshire Water gibt jetzt 60 Millionen Pfund aus. Eine riesige Investition. Ziel ist es, den Abwasserfluss zu stoppen.
„Hier ging es nicht um wildes Schwimmen“, erklärt Karen. „Es ging darum, die Umweltbehörde zum Erscheinen zu zwingen.“
Ansonsten testen sie Flüsse nicht.
Wenn die Agentur schlechtes Wasser feststellt? Das Geld folgt. Der Druck baut sich auf. Das Unternehmen behebt das Problem.
Ist das verrückt?
„Ein Catch-22“, sagt Di. Karen nickt. „Ekelhafter Idiot.“
Das Fünf-Jahres-Glücksspiel
Drüben in Shropshire sieht Alison Boudolph das anders.
Sie hat drei Standorte ausgewiesen. Zwei auf dem Severn. Einer auf der Teme.
Alle drei werden derzeit mit „mangelhaft“ bewertet. Überall warnen Schilder vor dem Schwimmen.
Alison schwimmt trotzdem.
Sie überzeugte den Reporter, ebenfalls einzuspringen. Der Trick? Timing. Schwimmen Sie nicht nach starkem Regen. Warte ab.
„Vielleicht fünf Jahre“, sagte Alison. „Dann sieht man Veränderungen.“
Im Moment sitzt flussabwärts ein Unterwassersensor. Es testet das Wasser stündlich. Täglich. Diese Daten lösen eine Finanzierung aus. Es zwingt den Wasserversorger, seine eigenen Leitungen zu überprüfen.
Salz vs. frisch
Beamte des Umweltministeriums sagen, dass es physisch schwieriger sei, einen Fluss zu reinigen als den Ozean.
Das Meer ist riesig. Es verteilt Abfall. Salz desinfiziert.
Flüsse sind enge Korridore. Direkter Anschluss an Kläranlagen. Felder bewirtschaften. Kein Platz zum Verdünnen des Giftes. Kein natürlicher Reinigungsprozess.
Das Wasser bleibt schmutzig, bis wir es zwingen, es nicht mehr zu tun.
Die neuen Websites gehen diesen Sommer online.
Die Leute werden schwimmen.





























