Das Kosmodrom Baikonur in Kasachstan, Russlands wichtigste Startanlage für bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS), hat die Startrampe Standort 31 nach Schäden, die bei einem Sojus-Raketenstart im November entstanden waren, vollständig repariert. Der Vorfall, der sich während einer routinemäßigen Astronauten-Auslieferungsmission ereignete, machte die Plattform vorübergehend unbrauchbar und warf Fragen über die Infrastruktur und Qualitätskontrolle des russischen Raumfahrtprogramms auf.
Details zum Vorfall und erste Bewertung
Beim Start am 27. November kam es zu unerwarteten Schäden an der Servicekabine von Standort 31 und anderen kritischen Komponenten. Roskosmos, die russische Raumfahrtbehörde, bestätigte zunächst „Schäden an mehreren Komponenten der Startrampe“, gab jedoch nicht sofort das Ausmaß des Problems bekannt. Externe Beobachter spekulierten über mögliche Versäumnisse bei der Qualitätskontrolle, die offizielle Ursache bleibt jedoch unklar. Der Schaden erzwang einen vorübergehenden Stopp bemannter Starts, was die Abhängigkeit von diesem einzigen aktiven Pad für solche Missionen unterstreicht.
Reparaturaufwand und technische Herausforderungen
Roskosmos setzte über 150 Mitarbeiter seines Zentrums für den Betrieb bodengestützter Weltrauminfrastruktur sowie vier Auftragnehmer ein, um die Plattform zu reparieren. Die Arbeiten umfassten umfangreiche strukturelle Verstärkungen, den Austausch elektrischer Systeme und das Schweißen von über 820 Fuß langen Nähten. Der schwierigste Teil der Reparatur war der Einbau von 17 Tonnen schweren und 60 Fuß langen Kabinenkomponenten durch die Schussöffnung, was eine speziell für dieses Projekt entwickelte Technik erforderte. Über 2.350 Quadratmeter Gebäude wurden neu gestrichen und renoviert.
Wiederaufnahme des Betriebs und nächster Start
Am 3. März gab Roscosmos den Abschluss der Reparaturarbeiten bekannt und machte damit den Weg für die Wiederaufnahme bemannter Missionen frei. Der erste Start vom reparierten Standort 31 ist für den 22. März mit einem unbemannten Frachtraumschiff Progress MS-33 geplant. Diese Mission wird die ISS mit Nachschub versorgen und die wiederhergestellte Funktionalität des Pads demonstrieren. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung der Aufrechterhaltung einer zuverlässigen Startinfrastruktur für den weiteren Weltraumbetrieb und erinnert an potenzielle Schwachstellen selbst etablierter Programme.
Die erfolgreiche Reparatur von Standort 31 stellt sicher, dass Russland sein Engagement für den ISS-Betrieb und zukünftige bemannte Flüge aufrechterhalten und weitere Störungen seines Raumfahrtprogramms verhindern kann.





























