Ein neu entdecktes Radiosignal im Herzen der Milchstraße könnte eine einzigartige Gelegenheit bieten, Einsteins allgemeine Relativitätstheorie unter extremen Gravitationsbedingungen zu testen. Wissenschaftler glauben, dass das Signal von einem schnell rotierenden Neutronenstern – einem sogenannten Pulsar – stammt, der sich in unmittelbarer Nähe von Sagittarius A* befindet, dem supermassereichen Schwarzen Loch im galaktischen Zentrum. Sollte diese Entdeckung bestätigt werden, wäre sie von unschätzbarem Wert für die Verfeinerung unseres Verständnisses von Schwerkraft und Raumzeit.
Die Entdeckung und ihre Bedeutung
Der vermutete Pulsar sendet Radiowellen mit erstaunlicher Geschwindigkeit aus und vollzieht alle 8,19 Millisekunden eine volle Umdrehung. Seine Lage in der Nähe von Sagittarius A* – einem Schwarzen Loch mit der viermillionenfachen Masse unserer Sonne – bedeutet, dass es sich in einer Umgebung befindet, in der die Schwerkraft unglaublich stark ist.
Warum das wichtig ist: Die Allgemeine Relativitätstheorie sagt voraus, wie die Schwerkraft die Raumzeit verzerrt, aber diese Vorhersagen werden unter extremen Bedingungen am strengsten getestet. Ein Pulsar in der Nähe eines supermassereichen Schwarzen Lochs bietet genau das: ein natürliches Labor, in dem die Auswirkungen der verzerrten Raumzeit verstärkt werden.
How It Could Test General Relativity
Pulsare fungieren als kosmische Leuchttürme, die bei jeder Drehung Strahlungsstrahlen aussenden. Diese Strahlen streichen gelegentlich über die Erde und erzeugen nachweisbare Impulse.
- Gravitationsablenkung: Wenn das Signal des Pulsars in der Nähe von Sagittarius A* passiert, sollte sich seine Bahn aufgrund der Schwerkraft des Schwarzen Lochs krümmen, was zu messbaren Zeitverzögerungen in den Pulsen führt.
- Raumzeitanomalien: Die schnelle Rotation des Pulsars macht ihn empfindlich gegenüber selbst subtilen Verzerrungen in der Raumzeit. Diese Verzerrungen könnten zu Anomalien in den beobachteten Pulsmustern führen.
Der Co-Autor der Studie, Slavko Bogdanov, erklärt, dass solche Anomalien als „Beweise für Einsteins Vorhersagen“ dienen würden.
Breakthrough Listen and Open Data
Das Signal wurde durch Breakthrough Listen entdeckt, ein Projekt zur Suche nach außerirdischer Intelligenz. Die Forscher des Programms haben die Rohdaten öffentlich zugänglich gemacht und so eine unabhängige Überprüfung gefördert.
This open-access approach is crucial. Wissenschaftler auf der ganzen Welt können nun das Signal analysieren, um seinen Ursprung zu bestätigen und seine Eigenschaften uneingeschränkt zu erforschen.
Was kommt als nächstes?
Obwohl die Entdeckung vielversprechend ist, bleibt sie unbestätigt. Forscher benötigen weitere Beobachtungen, um andere potenzielle Quellen wie exotische Radioemissionen auszuschließen.
„Wir sind gespannt, was weitere Beobachtungen ergeben werden“, sagt die leitende Forscherin Karen Perez.
Wenn dieser Pulsar bestätigt wird, wird er zu einem Schlüsselinstrument für die Erforschung der extremsten Gravitationsumgebungen in unserer Galaxie werden und die Grenzen unseres Verständnisses des Universums erweitern.





























