додому Без рубрики Stammzellpflaster macht Hirnschäden bei Spina-bifida-Föten rückgängig

Stammzellpflaster macht Hirnschäden bei Spina-bifida-Föten rückgängig

Eine bahnbrechende Studie hat gezeigt, dass ein auf Stammzellen basierendes Pflaster, das während einer fetalen Operation angewendet wird, Hirnschäden, die mit schwerer Spina bifida einhergehen, wirksam rückgängig macht. Der neue Ansatz zeigt eine mindestens vergleichbare Wirksamkeit wie die Standardbehandlung und verspricht gleichzeitig langfristige Verbesserungen der Mobilität.

Die Herausforderung von Spina Bifida

Spina bifida betrifft etwa 1 von 2800 Geburten in den USA, wobei sich die Wirbelsäule des Fötus nicht vollständig entwickelt, was zu einer schweren Form namens Myelomeningozele führt. Dieser Zustand kann dazu führen, dass Wirbelsäulengewebe durch eine Öffnung in den Wirbeln hervorsteht und die Bewegung sowie die Kontrolle über Blase und Darm beeinträchtigt. Während die genaue Ursache noch unbekannt ist, ist Folsäuremangel während der Schwangerschaft ein bekannter Risikofaktor.

Die Standardbehandlung umfasst eine Operation im Mutterleib, um das Rückenmark neu zu positionieren und die Öffnung zu verschließen. Viele Kinder benötigen jedoch immer noch Rollstühle und Darm-/Blasenprobleme sind nach wie vor weit verbreitet. Dies veranlasste Forscher zu der Frage, ob Stammzellen die Reparatur und das Wachstum von Wirbelsäulengewebe verbessern könnten.

Der Stammzell-Patch-Ansatz

Ein Team unter der Leitung von Diana Farmer an der UC Davis führte eine Studie mit sechs schwangeren Frauen durch, bei denen Föten mit der Diagnose Myelomeningozele auftraten. Alle Feten entwickelten einen Hinterhirnvorfall, eine Komplikation, bei der übermäßige Flüssigkeitsansammlung einen Teil des Gehirns durch die Schädelbasis drückt. Eine konventionelle Operation lindert dies häufig, jedoch nicht immer vollständig.

Der Versuch umfasste eine Standardoperation plus ein Pflaster mit Stammzellen aus gespendeten Plazenten, eingebettet in eine Proteinmatrix. Das Pflaster wurde vor dem Schließen des Einschnitts auf die Wirbelsäule aufgebracht. Laut Farmer „schütten die Zellen ihren magischen Stammzellsaft aus“, der die Geweberegeneration fördert.

Vielversprechende Ergebnisse

Die Operationsstellen verheilten bei allen Babys normal, ohne Anzeichen eines unkontrollierten Zellwachstums. Entscheidend ist, dass die MRT-Untersuchungen in jedem Fall eine vollständige Umkehrung des Hinterhirnbruchs zeigten. Eine Mutter berichtete, dass ihr 4-jähriger Sohn, von dem ursprünglich erwartet wurde, dass er einen Rollstuhl benötigt, jetzt geht, rennt und die volle Kontrolle über die Blase hat – ein ungewöhnliches Ergebnis bei der Standardbehandlung.

Nächste Schritte und Expertenkommentar

Forscher starten nun eine größere Studie mit 35 Föten, um das Stammzellpflaster mit konventioneller Chirurgie zu vergleichen. Panicos Shangaris vom King’s College London glaubt, dass das Pflaster auf der Grundlage bestehender Tierstudien bessere Langzeitergebnisse liefern wird. Ein Vergleichsversuch, bei dem jeder Intervention zufällig Feten zugeordnet werden, würde den stärksten Beweis für eine behördliche Genehmigung liefern.

Diese Innovation stellt einen bedeutenden Fortschritt bei der Behandlung von Spina bifida dar und könnte das Leben Tausender Kinder, die jedes Jahr mit dieser Erkrankung geboren werden, verbessern. Die Fähigkeit, Hirnschäden in der Gebärmutter rückgängig zu machen, eröffnet neue Möglichkeiten für langfristige funktionelle Ergebnisse.

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