Ein starker geomagnetischer Sturm der Stärke G3 löste am Wochenende weltweit spektakuläre Polarlichter aus, die weit über die typischen Polarregionen hinausgingen. Himmelsbeobachter in Nordamerika, Europa und sogar Australien wurden Zeugen lebhafter Nord- (und Süd-)Lichter, ein seltenes Ereignis, das durch intensive Sonnenaktivität ausgelöst wurde.
Die Wissenschaft hinter der Show
Das verblüffende Phänomen entstand durch einen kombinierten Angriff koronaler Massenauswürfe (CMEs) und eines schnellen Sonnenwindstroms, der aus einem koronalen Loch auf der Sonne stammte. Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat die Sturmstärke G3 bestätigt und damit ideale Bedingungen für das Auftreten von Polarlichtern in ungewöhnlich niedrigen Breiten geschaffen. Das bedeutet, dass Menschen an Orten wie Wyoming, New Mexico und sogar England in den Genuss des Spektakels kamen, das normalerweise in hohen Breitengraden zu beobachten ist.
Highlights aus aller Welt
Fotografen und Polarlichtjäger dokumentierten das Ereignis mit atemberaubender Klarheit.
- Alaska: Hasan Akbas hat eine seltene Aurora-Korona – ein kronenartiges Schauspiel, wenn die Lichter direkt über ihnen erscheinen – und leuchtende Farbvorhänge über schneebedeckten Bergen in der Nähe von Fairbanks eingefangen.
- Wyoming: Hunter Fowkes wurde während eines Teilsturms in Cheyenne Zeuge intensiver Lichtsäulen und beschrieb, dass das Polarlicht in seiner Helligkeit fast mit der Sonne konkurriert.
- New Mexico: Derick Wilson fotografierte einen auffälligen roten Polarlichtschein an einem Ort in mittleren Breiten, der deutlich machte, wie weit nach Süden die Lichter reichten.
- Island und England:
- Australien: Die südliche Hemisphäre wurde nicht ausgelassen; AustraliaSkynWeather hat mit einem iPhone 17Pro eine lebendige Darstellung der Aurora australis (Südlichter) von Victoria aus aufgenommen.
Warum das wichtig ist
Geomagnetische Stürme dieser Stärke sind nicht nur optisch auffällig; Sie wirken sich auch auf die Technologie aus. Starke Stürme können die Funkkommunikation, GPS-Systeme und sogar Stromnetze stören. Obwohl dieses besondere Ereignis keine größeren Infrastrukturausfälle verursachte, erinnert es doch an den Einfluss der Sonne auf die Erde. Die Häufigkeit dieser Stürme ist an den 11-jährigen Aktivitätszyklus der Sonne gebunden, was bedeutet, dass wir in den kommenden Jahren möglicherweise mehr solcher Ereignisse erleben werden, wenn sich der aktuelle Zyklus intensiviert.
Die weitreichende Sichtbarkeit der Polarlichter an diesem Wochenende zeigt die Macht des Weltraumwetters, unseren Planeten auf wunderschöne, aber möglicherweise störende Weise zu beeinflussen.





























