Die NASA hat einen wissenschaftlichen Ballon in großer Höhe von der Antarktis aus gestartet und damit eine Mission zur Entdeckung seltener Antimaterieteilchen gestartet, die Geheimnisse über die Dunkle Materie enthüllen könnten. Diese Methode bietet eine kostengünstige Alternative zu Weltraummissionen und ermöglicht gleichzeitig Spitzenforschung in der Astrophysik, Heliophysik und Geowissenschaften.
Warum Antarktis?
Die antarktische Umgebung eignet sich hervorragend für Langzeitballonflüge. Während des Südsommers ermöglichen stabile Windmuster und nahezu konstantes Sonnenlicht, dass Nutzlasten tage- oder sogar wochenlang in der Luft bleiben, den Kontinent umkreisen und kontinuierlich Daten sammeln. Die Antarktis-Langzeitballonkampagne der NASA wird von einer Anlage auf dem Ross-Schelfeis in der Nähe der McMurdo-Station aus durchgeführt und nutzt diese Bedingungen.
Das GAPS-Experiment
Der erste Start der Kampagne 2025, der am 16. Dezember stattfand, war mit dem General AntiParticle Spectrometer (GAPS) ausgestattet. Ziel dieses Instruments ist es, Antimateriekerne – insbesondere Antideuteronen, Antiprotonen und Antihelium – aufzuspüren, die in der kosmischen Strahlung nie definitiv beobachtet wurden.
Warum ist das wichtig? Wenn GAPS auch nur ein einziges Antideuteron entdeckt, könnte dies entscheidende Beweise für die Natur der Dunklen Materie liefern. Dunkle Materie macht den größten Teil der Masse des Universums aus, bleibt jedoch für aktuelle Nachweismethoden unsichtbar. GAPS verwendet ein Flugzeitsystem zur Messung der Partikelgeschwindigkeit und ein Trackersystem zur Aufzeichnung von Wechselwirkungen und verbessert so seine Fähigkeit, diese schwer fassbaren Partikel zu identifizieren.
Das Gesamtbild
Höhenballons stellen ein leistungsstarkes Werkzeug für die wissenschaftliche Erkundung dar. Sie können Höhen von etwa 120.000 Fuß (36,6 Kilometer) über der Erdatmosphäre erreichen – höher als die meisten Flugzeuge – und das zu einem Bruchteil der Kosten und des logistischen Aufwands, die für den Transport von Nutzlasten in die Umlaufbahn anfallen würden.
„Die Antarktis bietet ideale Bedingungen für Langzeit-Ballonmissionen und ermöglicht es uns, Daten über längere Zeiträume zu sammeln, ohne die Einschränkungen herkömmlicher Weltraumstarts.“
Das GAPS-Projekt ist jetzt im Gange und die gesammelten Daten werden zu unserem Verständnis der Dunklen Materie, der mysteriösesten Komponente des Universums, beitragen. Die Erkenntnisse dieser Mission könnten unser Verständnis der Kosmologie und der Grundlagenphysik verändern.
Letztendlich unterstreicht diese Kampagne das Engagement der NASA für innovative, kostengünstige Ansätze in der Weltraumwissenschaft und eröffnet neue Wege für Entdeckungen, die über herkömmliche Orbitalmissionen hinausgehen.






























